Schlafapnoe, die unbekannte Volkskrankheit
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Entdeckung / Indikation

Schlafmedizin – ein junges Forschungsfeld Entdeckung: William C. (Bill) Dement + Christian Guilleminault 

Christian Guilleminault ist der Erstbeschreiber des obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom, der in den späten 60 er Jahren nach Stanford kam, um dort die Schlafapnoe zusammen mit W.C. Dement zu erforschen. Sein Chef in Paris war der Meinung, dass es diese Schlafstörung nicht gibt. 

William C. Dement gebührt eine besondere Auszeichnung dafür, dass er sich von Anbeginn seiner beruflichen Laufbahn der Bedeutung der Schlafmedizin immer bewusst gewesen ist. Er war der erste klinische Schlafmediziner, der an einer Universität einen Lehrstuhl für Schlafmedizin erhielt. 1975 war er der Mitbegründer der Amerikanischen Gesellschaft für Schlafmedizin, der er 12 Jahre als Präsident vorstand. Er ist Autor zahlreicher Bücher über schlafmedizinische Themen. Sein bekanntestes Buch: „The Promise of Sleep“ wurde in Deutsch übersetzt. (Der Schlaf und unsere Gesundheit, ISBN: 3-404-60500-4). In der Mitte der neunziger Jahre hatte ich die Gelegenheit eine wesentliche wissenschaftliche Untersuchung über die Auswirkungen über Schlafapnoe und Fahrtauglichkeit bei Lastwagenfahrern mit W.C. Dement durchzuführen. Dazu waren wir 2 Monate in die Hauptzentrale eines amerikanischen Speditionsunternehmens in Salt Lake City gefahren. Es war bitterkalt in nordwestamerikanischen Winter des Jahres 1992. Dennoch hatten wir die Gelegenheit, hunderte Lastwagenfahrer zu untersuchen, um festzustellen, wie viele von ihnen eine Schlafstörung hatten, die deren Reaktionsfähigkeit zur Lenkung eines LKW einschränkte. 

Im Jahr 1970 trat ein junger französischer Neurologe, Christian Guilleminault, dem Stanford- Team bei. Guilleminault hatte zuvor an der Universität von Paris beobachtet, dass es Menschen gibt, bei denen sich während der Nacht lange, häufig wiederkehrende Atemstillstände nachweisen lassen. Da der Leiter seiner Abteilung nicht an eine solche Atmungsstörung im Schlaf glaubte und es ihm untersagte, auf diesem Gebiet weiterzuforschen, entschied er sich 1970, an die Stanford Universität zu wechseln. Dort beschrieb er dann in den folgenden Jahren das Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, das durch periodische Verschlüsse im Bereich des Schlundes zu Atemstillständen im Schlaf und zu Müdigkeit am Tag führt. Viele Menschen insbesondere in höherem Lebensalter sind vom Schlafapnoe-Syndrom betroffen.  Dr. med. Riccardo A. Stoohs - 

Quelle: www.somnolab.de – Privatklinik für Schlaftherapie

Indikation

Bei Verdacht auf Schlafapnoe wird zunächst vom Hausarzt oder Kardiologen ein Langzeit-EKG gefertigt. Ergeben sich daraus Ansatzpunkte, die Atemaussetzer vermuten – sog. Arousals – und ist der Patient auch mit seinem Schlaf unzufrieden, dann wird im Schlaflabor eine Polysomnographie gemacht (1. Tag ohne CPAP, 2. Tag mit CPAP-Gerät). Nach dem Ergebnis dieser PSG richtet sich die weitere Therapieform (siehe Therapien). Das haben aber die meisten Leser hier schon längst hinter sich und suchen nach alternativen Behandlungsmethoden.